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ACHTUNG: Dies ist keine eigentliche Anleitung, sondern eine offene Diskussion als Vorarbeit für eine hilfreiche Prozessbeschreibung


Vorab:

  • Generell ist bei großen Online-Konferenzen immer sinnvoll, dass die eigentliche Moderator*in von mindestens einer "Technik-Moderator*in" unterstützt wird, welche*r Aufgaben wie Stummschalten von Teilnehmenden, Auszählen abgegebener Stimmen, Führen einer Redner*innen-Liste, Hilfe bei technischen Problemen etc. übernehmen kann

Generelle Herausforderungen:

  • Es kann nicht vorausgesetzt werden, dass alle Teilnehmenden Video nutzen können (rein visuelle Abstimmungen fallen damit weg - auch zeitsparende kurze Rückfragen mit "Blick in die Runde". Eine reale Konferenz mit physischer Anwesenheit ermöglicht subtile Wahrnehmungen von Stimmungen, Mimik, Gestik etc., was im online-Verfahren sehr eingeschränkt möglich ist.
  • Zeitzone - bei bewegungsweiten Meetings (z.B. DA)
  • Sprachbarriere - so weit Konferenzen internationale Teilnehmerschaft haben (was freilich auch bei echten Treffen ein Thema ist, aber in der online-Version noch mehr Sensibilität erfordert)
  • Technische Barrieren - wie bekommt man mit, ob Leute technisch "abgehängt" sind? (wer aus dem Meeting raus geflogen ist, kann ja nicht mehr sagen, dass er nicht mit abstimmen kann). Eine Teilnahme über ein Telefon ist angesichts der komplexen Aufgaben bei einer MV nicht sinnvoll, aber wer einen PC ohne Webcam und Mikrophon hat, kann das Telefon als zweites Gerät nutzen. Dann kann er/sie nicht gesehen werden, kann aber sehen, hören und sprechen.
  • Es besteht die Gefahr, dass die Moderation in schwierigen Situationen autoritär reagiert und so die demokratische Qualität leidet.

Fragen:

  • Gibt es bei Zoom eine chronologische Redner*innenlisten (Werkzeug Hand mit Zahl, z.B. Hand 1, Hand 2... je nachdem, wann jemand die Hand hebt) ?  Unknown User (bendix.balke_map_duplicate) (Bendix) : Nein. Man kann den Chat dafür nutzen, der stellt Meldungen, Anträge etc. in der Reihenfolge dar. Vorteil von "Hand heben": (Fast) alle sehen die blaue Hand der anderen und damit, wie viele schon oben sind. Sie wundern sich nicht, wenn sie länger warten müssen.

Aufteilung in Kleingruppen/ "Marktplätze":

Marktplätze lassen sich als Breakout-Rooms (=Gruppenräume) gestalten: Der technische Host legt die Zeit und Aufteilung (je nach Wunsch oder automatisch) fest und führt die Teilnehmenden aus dem Haupt-Meetingsraum in die Gruppenräume und wieder zurück: Keine Gruppe kann überziehen. Die Aufgabe des oder der technischen Hosts  ist bei vielen Teilnehmenden recht  anspruchsvoll.

Vorteile gegenüber Treffen in getrennten Zoom-Accounts: Wechsel von einem Breakout-Room zum anderen ist möglich. Wer sich neu einwählen muss (Abbruch der Internetverbindung) kann vom Host leicht zu "seinem" Marktplatz geleitet werden.

Abstimmungen:

Vor dem Hintergrund, dass Entscheidungen bevorzugt im Konsens und mit Systemischem Konsensieren getroffen werden, eignen sich verschiedene technische Varianten mehr oder weniger:

Die Zoom-Funktion "Abfrage" nutzen

Kurzbeschreibung:

  • Bezahlte Zoom-Accounts bieten eine "Abfrage"-Funktion, mit der man Umfragen durchführen kann.

    Voraussetzungen

    • Der Moderator/ technische Host muss eine bezahlte Zoom Lizenz besitzen.
    • Windows Desktop Client Version 3.5.63382.0829 oder höher
    • Mac Desktop Client Version 3.5.63439.0829 oder höher
    • Linux Desktop Client Version 2.0.70790.1031 oder höher
    • Die Besprechung muss eine geplante Besprechung sein, in Sofortbesprechungen können keine Umfragen genutzt werden

    Benutzer auf dem iOS oder der mobilen Android-App können an der Umfrage teilnehmen, aber der Host muss den Desktop-Client verwenden, um die Umfrage zu verwalten.

    Nur der ursprüngliche Gastgeber des Meetings kann die Abstimmung verwenden. Wenn er die Host-Steuerung an einen anderen Benutzer überträgt, hat dieser Benutzer keine Umfragemöglichkeit.

    Details siehe https://support.zoom.us/hc/de/articles/213756303-Umfragen-f%C3%BCr-Meetings.

Bekannte Probleme: 

  • Einige Teilnehmende berichteten, dass sie wegen technischer Probleme die Umfrage nicht angezeigt bekamen. Bendix: Darum muss die technische Erreichbarkeit bei jeder Umfrage erneut abgefragt werden. Vorteil: Wir können z.B. nach doppeltem Widerstand, einfachem Widerstand und kein Widerstand in einer Umfrage fragen.

Fragen:

  • Wie kann man bei einer (nicht-anonymen) Umfrage sehen, wer wie abgestimmt hat? Bendix: Das hängt wohl davon ab, welche Lizenz derjenige verwendet, der technisch einlädt. In der Regel sieht der Host die Zahl der abgegebenen Stimmen zu einer Antwortmöglichkeit (es gibt bis zu 10 Antwortmöglichkeiten) und gibt das Ergebnis für alle frei. Die Teilnehmenden sehen prozentual die Ergebnisse.

Umfragen im Wiki aufsetzen

Kurzbeschreibung:

  • Wir nutzen ConfiForms und bauen selbst ein Abfrageformular, das als Makro jeweils hinter eine individuell im Meeting eingegebene Frage geschaltet wird.

Bekannte Probleme: 

  • Zeitverzug > es muss gewährleistet sein, dass die Teilnehmenden schnell genug ihr Votum abgeben.

Fragen:

  • Wie gewährleistet man, dass wirklich nur die berechtigten Teilnehmenden einer Konferenz Zugriff auf die Umfrage-Seite haben? > Wie lässt sich die Wiki-Seite für anderen sperren? > Wäre ein Passwort möglich, das während der Konferenz bekannt gegeben wird?

Voting in a Nextcloud "Polls"

  • seems to be a good alternative

Umfragen im geschützten Wordpress-Website-Bereich aufsetzen

Wie bei Wiki, aber mit zusätzlich folgenden Aspekten

Bekannte Probleme: 

    • Die Authentifizierung der Teilnehmenden ist nicht so einfach und eindeutig machbar wie im Wiki.
    • Dieses Zugangsberechtigung ist grundsätzlich möglich, ist aber bisher bei der GWÖ nicht umgesetzt. Übrigens bei Zoom auch nicht.

"Händisches Abstimmen" in Zoom

Kurzbeschreibung:

  • Die Funktion des Handhebens (im Andockfenster "Teilnehmer") wird eingesetzt. Tendenziell ist diese Programmfunktion einfach zu bedienen ("Barriere-frei").
  • Vorab kann trotzdem eine "Übungssession" mit Teilnehmenden durchgeführt werden, die bisher keinerlei Kenntnisse von Zoom haben.
  • Zur Beschleunigung des Verfahrens kann man in zwei Runden nach 1. dem einhändigen Widerstand und 2. dem zweihändigen Widerstand fragen.
  • Das Ergebnis wird abschliessend verkündet und dann noch mal in die Runde gefragt, ob alle einverstanden sind oder sich jemand nicht gehört/gesehen fühlt.

Hintergrund: Mehr Infos darüber bei Bendix: In der EKD wurden schon gute Erfahrungen damit gemacht und auch juristisch bestätigt, dass man das so machen kann.

Bekannte Probleme: 

  • Es sind nur "eindimensionale" Entscheidungen möglich - Widerstand mit Differenzierungs-Stufen müsste also z.B. in mehreren "Wahlgängen" abgefragt werden. Es sollte kontrolliert werden, ob insgesamt die korrekte Anzahl an "Stimmen" abgegeben wurde (Co-Moderator*in...)
  • Der*die Moderator*in kann nicht selbst durch "Hand heben" abstimmen.
  • Verständnis-Schwierigkeit: Das Heben der Hand wird regulär zur Anmeldung eines Redebeitrags verwendet und hätte hier eine andere Funktion.

Fragen:

  • Kann man per Telefon die Hand heben? Bendix: Nur, wenn jemand die Voten per Telefon auswertet.
  • Wie geht man mit übertragenem Stimmrecht um? Bendix: Nur durch erneute Abfrage.

Roland Wiedemeyers SK-?-Tool

Kurzbeschreibung: (ergänzen!) https://rw-cct.de/sk-quickies/ Hier gibt es auch ein kurzes Video, welches die Arbeitsweise grob beschreibt.
Praktische Erfahrungen haben die Referent*innen gemacht (Norbert Stemmer als Moderator und die AK Mitglieder bei ersten Abstimmungen).

WICHTIG: Es gibt zwei Rollen: die Moderationsrolle und die Teilnehmer*innen Rolle.
Die Teilnehmer*innen bekommen einen speziellen Link mitgeteilt, über den Sie an der Abfrage teilnehmen können.

Die Moderator*innen haben alle Freiheiten zum Anlegen von Abfragen in verschiedenen Gruppen (Abstimmungsräume). Eine Moderator*in braucht einen Benutzerzugang für Wordpress, die Teilnehmer*Innen brauchen keinen Zugang.

Barrierefreiheit: Die Abfragen sind von Teilnehmer*innen auch über ein Smartphone bedienbar. (Browser, keine besondere App)

Die Moderationsrolle macht am Handy keinen Sinn, dafür braucht es einen größeren Bildschirm, um eine sinnhafte Bearbeitung zu erlauben.

Bekannte Probleme/Eigenschaften: 

  • Benutzeroberfläche recht komplex für die Moderator*innen (für die Teilnehmer*innen ist es eher trivial, weil nur die Beantwortung der Abfrage möglich ist, keine Menüs, keine Wahlmöglichkeiten, sondern ausschließlich die Bewertung der Optionen)
  • Bisher gibt es die Möglichkeit, 8 Optionen als Maximum in einer Beschlussfrage zur Wahl zu stellen.
  • Derzeit werden 4 Sprachen unterstützt, in denen parallel abgestimmt werden kann, die Ergebnisse laufen in EINE Auswertung (sprachunabhängig) ein.
  • Es können beliebig viele Beschlussfragen von den Moderator*innen erstellt werden.
  • Abfragen können derzeit nicht "geschlossen" werden. Wann immer eine Teilnehmer*innenantwort abgegeben wird, wirkt sie sich auf das Abfrageergebnis aus.
  • Anonymisierung bzw. Nichtanonymisierung ist derzeit nur über ein Namensfeld prüfbar (Liste zeigt eventuell eine Mehrfachabstimmung an).
  • Das Abstimmungsergebnis wird als Teilnehmer*innenliste (mit der Anzeige der Teilnehmerinnenabstimmung angezeigt, sowie am Ende der Liste eine numerische Aggregation) und als finale Grafik Widerstand/Zustimmung angezeigt.
  • Die Moderator*innen können Abfragen vorbereiten bzw. auch online mit der Gruppe über ein geeignetes Tool (Zoom) bearbeiten.
  • Am Ende geben die Moderatorinnen den Teilnehmenden einen spezifischen Link, über den genau diese Version der Beschlussfrage und ihre Optionen abgestimmt werden kann.
  • Während einer größeren Konferenz braucht es einen eigenen Menschen, der die Fragen und Optionen formuliert, eine Moderatorin kann das nicht gleichzeitig neben der Moderationsarbeit machen.

Ich (Unknown User (roland.wiedemeyer_map_duplicate) ) empfehle dringend, das SK-Abfragetool mit mir zu besprechen.
Es ist für mich ein lebendiges/änderbares Hilfsmittel.

Sonstige Abstimmungstools? 

Ideensammlung:

  • Gibt es vielleicht schon ein "Abstimmungs-PlugIn" fürs Wiki?
  • Es gibt das Tool Umfragen (→ Textbasiert) in der aktuellen Datacloud (Nextcloud 18) - Eingeloggte Benutzer*innen können abstimmen (3 mögliche Stufen könnte man als  keine Hand, (✔) eine Hand,  zwei Hände interpretieren). Ein Beispiel hier: https://datacloud.ecogood.org/index.php/apps/polls/vote/30
    • Nachteile dabei:
      • Man muss händisch die Widerstände ausrechnen:
        Gesamtwiderstand = 2 * + 1 * (✔) + 0 *
      • Es gibt nur 3 Widerstandsstufen (0,1,2 – wie beim Handheben)
    • Vorteile sind:
      • Wenig Einarbeitung benötigt
      • Link-Freigabe auch öffentlich
      • Begrenzung der Abstimmungsdauer einstellbar
  • ...

Von den Urvätern des systemischen Konsensierens ist ein komplexes Abfragetooling entwickelt worden. Nachfolgend der Link zum letzten Newsletter.

https://www.sk-prinzip.eu/?mailpoet_router&endpoint=view_in_browser&action=view&data=WzcsImM3MWM5YzllNDRmNiIsMTA2NCwiYW85N2l1NWQ3aDRjb29nY29vc2Nja3drczBnODRrbzAiLDEsMF0